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Jakobuskirche

Jakobusgasse
72070 Tübingen

Die Jakobuskirche steht mitten im Weingärtner- oder Gôgenviertel, das von Goethe 1797 als "äußerst schlecht und bloß notdürftig bebaut“ beschrieben wird.  Woher die Gôgen oder auch Raupen ihren Namen haben, lässt sich bis heute nicht klären. Als derber, urwüchsiger Menschenschlag findet der Tübinger Weingärtner in der Beschreibung des Oberamts Tübingen 1867 folgende Charakterisierung: „Von ausnehmend hartem, zähen Stoff leistet er in der Arbeit Außergewöhnliches und repräsentirt nahezu eine mittlere Pferdskraft, ermangelt dafür aber aller jener Gefühle, welche man unter dem Begriff Pietät zusammenfasst …"

Ganz der einfachen Bauweise der Unterstadt entsprechend erscheint die Jakobuskirche als schlichte Kirche, dessen um 1200 entstandenes romanisches Kirchenschiff nach Osten hin spätgotisch erweitert wurde. Die Baunaht am Langhaus ist deutlich zu erkennen und an der Choraußenwand unter dem Fenster ist zu lesen: „ano dmi 1500 in dem 10 tag des brach mond [10. Juni] ist gelegt der erst stain an dissen kor.“ Die Entstehung der Jakobuskirche steht wohl in Verbindung mit dem Wallfahrtswesen zum Grab des Heiligen Jakobus. Sie liegt an einer Zubringerweg zu den großen Pilgerwegen nach Santiago de Compostella in Spanien. 

Um die Jakobuskirche herum findet samstags ein kleiner Markt statt.

Mehr über die Jakobuskirche und den Jakobusweg erfahren Sie auf unserer Themenführung "Auf dem Jakobsweg durch Tübingen", die Sie bei uns buchen können.

Öffnungszeiten
Auf Nachfrage sind Führungen durch diese kleine, aber einige Besonderheiten aufweisende Kirche möglich.
Dauer: 45-60 Minuten
Kontakt: Jakobusgemeinde Tübingen, Justinus-Kerner-Str. 2, 72070 Tübingen, Tel. 07071/943534-0, pfarramt@jakobusgemeinde.de oder Rainer Tomppert-Schäfer, Tel. 07071/40416